27.01.2010 Europapolitischer Neujahrsempfang in Stuttgart mit großer Resonanz
Der traditionelle Empfang der Europa-Union und des Landeskomitees der Europäischen Bewegung am 26. Januar 2010 zog mehr Gäste denn je an. Auf Einladung des Ministers für Bundes- und Europaangelegenheiten und für den Geschäftsbereich des Staatsministeriums, Prof. Dr. Wolfgang Reinhart MdL, fand der Empfang 2010 im Marmorsaal des Neuen Schlosses in Stuttgart statt.
Minister Prof. Dr. Reinhart betonte bin seiner Ansprache die Bedeutung bürgerschaftlichen Engagements für europäische Themen und Sachfragen. „Europa muss den Bürgern zeigen, welche konkreten Verbesserungen es im täglichen Leben bringt. Europa ist aber auch die tragende Idee von Frieden, Freiheit und Demokratie“, sagte Reinhart. Das Jahr 2009 sei ein Jahr der Entscheidungen gewesen, mit den Wahlen zum Europäischen Parlament und zum Deutschen Bundestag, der Ratifizierung des Lissabon-Vertrags und der Nominierung einer neuen EU-Kommission mit Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther H. Oettinger als künftigem Kommissar mit Schwerpunkt Energiefragen gewesen. Nun erwarte man ein intensives Jahr der Facharbeit. Baden-Württemberg werde sich weiter als Motor in der Europapolitik einbringen, gleichzeitig aber besonders darauf achten, dass der Grundsatz der Subsidiarität, also möglichst viele Entscheidungen vor Ort zu treffen, zu einem Markenzeichen der Zusammenarbeit werde.
Der Vizepräsident des Europäischen Parlaments und Landesvorsitzende der Europa-Union Rainer Wieland sah in der großen Resonanz auf die Einladung ein gutes Zeichen für die Europaverbände im Jahr 2010. Sowohl Europa-Union als auch die Europäische Bewegung erlebten einen großen Aufwind, den es weiter zu nutzen gelte. Die Anerkennung der "Schwäbischen Maultasche" als regionales Produkt durch die EU sei ein positives Beispiel für EU-Regelungen. Er freue sich, dass mit Ministerpräsident Günther Oettinger nun ein Baden-Württemberger als deutsches Mitglied im Kollegium der Kommissare vertreten sei. Die Bedeutung dieser Personalie für Baden-Württemberg werde derzeit noch vielfach unterschätzt, so Wieland. Mit dem Inkrafttreten des Vertrages von Lissabon sei ein wichtiger Schritt getan worden, um Europa auch im internationalen Wettbewerb handlungsfähiger zu machen. Abschließend danke er allen Aktiven in den Kreis- und Ortsverbänden der Europa-Union und in den Mitgliedsverbänden des Landeskomitees für die geleistete Arbeit.


